Architekturwettbewerb zum Areal Guggach ist entschieden

Bild: @Weyell Zipse Archtekten

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Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Überbauung auf dem städtischen Teil des Guggach-Areals ist erreicht. Der Architekturwettbewerb für das Gesamtprojekt mit gemeinnützigen Wohnungen, Dienstleistungs- und Gewerbeflächen, städtischem Quartierpark und Schule ist abgeschlossen.


Das Areal Guggach III ist eine unbebaute Landreserve der Stadt Zürich und hat grosses Potenzial für die Stadt- und Quartierentwicklung. Die Stadt Zürich will der öffentlich-rechtlichen «Stiftung für bezahlbare und ökologische Wohnungen – Einfach Wohnen» (SEW) einen Teil des Grundstücks im Baurecht abgeben. Damit wird einerseits die soziale Vielfalt in Stadt und Quartier gefördert, andererseits wird ein weiterer Schritt gemacht in Richtung Drittelsziel im gemeinnützigen Wohnungsbau, wie es in der Gemeindeordnung festgelegt ist.

«Hier entsteht ein zukunftsfähiges Gesamtprojekt, das zu einem lebendigen urbanen Zentrum beiträgt», so Hochbauvorsteher André Odermatt. Es belebt das Quartier und insbesondere den Strassenraum und bietet mit seinen ausgedehnten Aussenräumen der Quartierbevölkerung Erholungsmöglichkeiten.

Die rund 120 gemeinnützigen Wohnungen mit minimalen, aber qualitativ hochwertigen Flächen bieten nicht nur flexiblen und günstigen Wohnraum, vor allem für die Vor- und Nachfamilienphase, sie entsprechen mit dem Minergie-A-ECO-Standard auch den Nachhaltigkeitszielen der SEW. Im Erdgeschoss der Wohngebäude sollen ausserdem Dienstleistungs- und Gewerbeflächen Platz finden; so ist ein Lebensmittelverteiler für die Quartierversorgung vorgesehen. Ergänzt wird das Angebot mit einem Kindergarten und einer Schule für rund 300 Kinder, die den Minergie-P-ECO-Standard erfüllt. Dazu gehört auch eine Doppelsporthalle, die ausserhalb der Schulzeit Sportvereinen und dem Quartier zur Verfügung stehen soll.

Ebenfalls entsteht für die Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Quartierbevölkerung und die Beschäftigten im Umfeld des Guggach-Areals ein rund 5000 m2 grosser Quartierpark. Er schliesst an das Schulgelände an und wird vielfältig nutzbar sein. Stadtrat Richard Wolff erklärte an der Medienkonferenz: «Der neue Quartierpark ist eine Aufwertung für die neue Siedlung, aber auch für das gesamte Quartier.» Eine Besonderheit ist auch, dass das heute teilweise eingedolte «Bächlein im Guggach» künftig wo möglich offen geführt wird, was das Gebiet zusätzlich aufwertet.

Wettbewerbsaufgabe im Sinne des Quartiers

Das Amt für Hochbauten hat im Auftrag der SEW und der Stadt Zürich einen Projektwettbewerb im selektiven Verfahren durchgeführt. Die Bedürfnisse der Quartierbevölkerung sind weitgehend in die Planung für die drei Teilareale eingeflossen. Der Quartierverein konnte sich über seinen Vertreter im Preisgericht des Wettbewerbs einbringen. Im Anschluss an das Wettbewerbsverfahren wird ausserdem die Parkanlage im Dialog mit Vertretenden des Quartiers weiterentwickelt.

Das Siegerprojekt

Das Siegerprojekt «WANINC» wurde von der ARGE Donet Schäfer Architekten und Tanja Reimer aus Zürich mit Weyell Zipse Architekten aus Basel und Atelier Loidl Landschaftsarchitekten aus Berlin erarbeitet. Es staffelt zwei Wohngebäude und schafft dadurch zur Tramhaltestelle «Radiostudio» hin einen kleinen Quartierplatz, der nicht zuletzt aufgrund der Gewerbeflächen im Erdgeschoss zum neuen Treffpunkt werden könnte. Die versetzte Bauweise ist einerseits ein Mittel gegen den Strassenlärm, öffnet aber gleichzeitig den Quartierpark gegenüber der Strasse und ermöglicht Blickbezüge zwischen Bebauung, Park und Strasse. Die beiden Wohnbauten bieten mehrheitlich ruhige Zimmer gegen die Parkseite. Die Wohnungen sind einfach geschnitten und weisen vielfältig nutzbare Räume auf. Der Kindergarten ist zwischen dem Park und den Wohnbauten platziert. Die im Erdgeschoss offen und durchlässig gestaltete Schule mit aussenliegender Treppe auf der Parkseite liegt an der Wehntalerstrasse und bietet lärmabgewandte Klassenzimmer, die sich zum Freiraum orientieren.

Termine und Kosten

Gemäss aktueller Planung sollen die Siedlung, die Schulanlage und der Quartierpark parallel weiterbearbeitet werden. Kurz nach der Volksabstimmung über das Schulhaus im Jahr 2021 soll mit den Bauarbeiten gestartet werden. Die Überbauung ist voraussichtlich Mitte 2023 fertiggestellt.

Die geschätzten Zielerstellungskosten der drei Teilprojekte werden wie folgt veranschlagt:

  • Wohnsiedlung inklusive Kindergarten und weiterer Erdgeschossnutzungen rund 43 Millionen Franken (BKP 1-9, inkl. MwSt., ohne Landkosten und Kreditreserven)
  • Schulanlage inklusive Doppelsporthalle und Aussenanlagen rund 38,4 Millionen Franken (BKP 1-9, inkl. MwSt., ohne Landkosten und Kreditreserven)
  • Quartierpark rund 3,3 Millionen Franken (BKP 1-9, inkl. MwSt., ohne Landkosten und Kreditreserven)

 



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