Schritte in Richtung «Tagesschule 2025»

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Pilotprojekte sind in den Schulhäusern Blumenfeld, Leutschenbach  und Schauenberg geplant.

Bis 2025 werden gemäss Vision von Stadtrat und Präsidentinnen- und Präsidentenkonferenz die Stadtzürcher Volksschulen als Tagesschulen geführt. Zunächst startet die Stadt Zürich in sieben Schulen ein Pilotprojekt mit einem freiwilligen Modell. Dafür beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat einen Objektkredit von 19,1 Millionen Franken. Längerfristig kann mit der «Tagesschule 2025» gegenüber dem bestehenden Betreuungssystem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert, die Chancengerechtigkeit der Schülerinnen und Schüler erhöht sowie eine Kostenreduktion von jährlich 30 bis 40 Millionen Franken erreicht werden.


 

Die Betreuungsangebote der Schulen sind beliebt: Aufgrund der weiterhin steigenden Nachfrage wird das Angebot Jahr für Jahr deutlich ausgebaut. Fast die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler der Stadt Zürich vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe nehmen heute einen Betreuungsplatz in Anspruch. Die Schule leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Langfristig wird das System aber an betriebliche und finanzielle Grenzen stossen. Der Stadtrat und die Präsidentinnen- und Präsidentenkonferenz wollen die Stadtzürcher Volksschule daher in Richtung gebundene Tagesschule weiterentwickeln. Ähnliche Ziele verfolgen auch zwei im Jahr 2012 vom Gemeinderat überwiesene Motionen: Die SP forderte den Ausbau von heute fünf auf vierzehn Tagesschulen, die FDP eine Neuregelung der Schulzeiten, so dass der Schulbetrieb von morgens bis nachmittags durchgehend stattfinden kann.

Die Vision: «Tagesschule 2025»

Gemäss Vision des Stadtrats und der Präsidentinnen- und Präsidentenkonferenz sollen bis 2025 alle Stadtzürcher Schulen als Tagesschulen geführt werden. In der «Tagesschule 2025» bleiben die Schülerinnen und Schüler an den Tagen mit Nachmittagsunterricht über Mittag in der Schule. Weil die Lektionenzahl mit dem Alter der Schülerinnen und Schüler zunimmt, steigt auch die Anzahl gebundener Mittage von zwei im zweiten Kindergartenjahr über drei in der Primarstufe auf vier in der Sekundarschule. Neben der Mittagsbetreuung für alle Schülerinnen und Schüler bieten die Schulen weiterhin eine freiwillige, kostenpflichtige Betreuung von Montag bis Freitag, 7 bis 18 Uhr an.

Die Schulzeiten sind – analog den heutigen Blockzeiten – stadtweit einheitlich und die Stundenpläne so gestaltet, dass sie für die Kinder derselben Familie möglichst übereinstimmen. Stadtrat Gerold Lauber ist überzeugt, dass die «Tagesschule 2025» einem gesellschaftlichen Bedürfnis entspricht und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für alle Beteiligten optimiert. «Mit der «Tagesschule 2025» bietet die Stadt Zürich ein familienfreundliches Schulmodell, das sowohl den Eltern als auch den Kindern entgegenkommt», betonte er anlässlich der heutigen Medienkonferenz in der Schule Am Wasser.

Die «Tagesschule 2025» bietet den Kindern einen ruhigeren und klarer strukturierten Tagesablauf, der frühere Schulschluss am Nachmittag ermöglicht zusätzliche Freizeitaktivitäten. Eltern profitieren beim Systemwechsel von mehr Flexibilität, zugleich aber auch von erhöhter Verbindlichkeit bei der Planung beruflicher Tätigkeiten. Die «Tagesschule 2025» ist ausgerichtet auf eine Erwerbstätigkeit der Eltern von insgesamt rund 140 Prozent, unterstützt aber auch Einelternfamilien, Familien mit Vollzeitarbeit beider Elternteile oder mit Hausfrau bzw. Hausmann.

Das Lehr- und Betreuungspersonal profitiert von konstanteren Kindergruppen, von neuen pädagogischen Möglichkeiten, von einer engeren Zusammenarbeit im Team und von zusätzlichen Tätigkeitsoptionen innerhalb der Schule.

Das Modell «Tagesschule 2025» werde sich auch finanziell positiv auswirken, ist sich Stadtrat Lauber sicher: Kostenschätzungen zeigten, dass im Vergleich zum Weiterausbau des heutigen Betreuungssystems aufgrund der Verkürzung der Mittagszeit Einsparungen von jährlich rund 15 Prozent möglich sind.

Die Umsetzung: Städtisches Pilotprojekt in sieben Schulen

In einer ersten Phase bereiten sich folgende sieben Schulen auf den Betrieb als «Tagesschule 2025» vor: Aegerten (Uto), Am Wasser (Waidberg), Albisriederplatz (Limmattal), Balgrist-Kartaus (Zürichberg), Blumenfeld (Glattal), Leutschenbach (Schwamendingen) und Schauenberg (Glattal). Die Umsetzung erfolgt gemäss individueller Planung der Schulen.

Im Rahmen des Pilotprojekts bleiben die Schülerinnen und Schüler in den genannten Schulen an den Tagen mit Nachmittagsunterricht über Mittag in der Schule, erhalten eine warme, ausgewogene Mahlzeit und werden von Fachpersonen betreut. Dieses Angebot kostet 6 Franken pro gebundenem Mittag. Der Beitrag beläuft sich pro Quartal auf 110 Franken im zweiten Kindergarten, 160 Franken in der Primarschule und 220 Franken in der Sekundarschule. Ergänzend besteht weiterhin das heutige Betreuungsangebot mit den aktuell geltenden Tarifen, so dass bei Bedarf täglich eine Betreuung von 7 bis 18 Uhr sichergestellt ist.

Die Zuteilung der Schülerinnen und Schüler zu den Pilotschulen erfolgt gemäss dem ordentlichen Verfahren aufgrund des Wohnorts. Möchten Eltern nicht, dass ihre Kinder an den gebundenen Mittagen in der Schule bleiben, können sie ihre Kinder abmelden. In diesen Fällen wird die zuständige Kreisschulpflege eine Lösung finden.

In einer zweiten Phase will die Stadt Zürich bei der kantonalen Bildungsdirektion einen Schulversuch anregen. Damit soll ein obligatorisches Modell erprobt werden, bei dem die Kinder an den gebundenen Mittagen zum Verbleib in der Schule verpflichtet sind. Daraus sollen Erkenntnisse gewonnen werden über die pädagogischen Auswirkungen und die Akzeptanz eines Obligatoriums.

Für das städtische Pilotprojekt in den Jahren 2015 bis 2018 beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat einen Objektkredit im Umfang von 19,1 Millionen Franken. Mit dem Pilotprojekt will die Stadt Zürich Erkenntnisse für eine allfällige flächendeckende Umsetzung der «Tagesschule 2025» gewinnen. Damit wird die Basis geschaffen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Stadt Zürich und für langfristige Kostenreduktionen in der Grössenordnung von 30 bis 40 Millionen Franken jährlich.



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