«Im Alter ziehe ich (nie und nimmer) ins Altersheim»

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Wie möchten betagte Zürcherinnen und Zürcher wohnen? Und was erwarten sie vom Leben in den städtischen Altersheimen? Die jüngste Studie des Zentrums für Gerontologie der Universität Zürich gibt Aufschluss über die Wünsche und Erwartungen der über 75-Jährigen und zeigt, dass die städtischen Altersheime grosses Vertrauen geniessen.


 

Die Altersheime der Stadt Zürich sind eine gefragte Wohn- und Lebensform. Das zeigt die Studie «Im Alter ziehe ich (nie und nimmer) ins Altersheim». 78 Prozent der nicht in einem Altersheim angemeldeten Personen sagen, dass sie sich vorstellen könnten, irgendwann ins Altersheim umzuziehen: 30 Prozent sicher, 48 Prozent vielleicht. Die hohe Zustimmung macht deutlich: Das Bild der städtischen Altersheime ist viel besser als gemeinhin angenommen.

Die direkte Meinung der Zielgruppe erfahren und diese ernst nehmen; mit diesem Ziel beauftragten die Altersheime Stadt Zürich das Zentrum für Gerontologie, die Ansprüche, Meinungen und Wünsche ans Wohnen zu untersuchen. In der an eine Studie von 2005 anknüpfenden Befragung wurden 3500 über 75-jährige Menschen in der Stadt Zürich angeschrieben, ein Drittel von ihnen ist in einem Altersheim angemeldet. Dass beinahe die Hälfte oder 1586 Personen den 16-seitigen Fragebogen ausgefüllt haben, zeigt, wie wichtig dieses Thema für ältere Menschen ist.

Städtische Altersheime erfüllen Erwartungen

Als häufigste Gründe für den Umzug in ein Altersheim nannten die Befragten: «damit und solange ich den Entscheid selbstständig treffen kann». Die Antworten auf die Frage nach den wichtigsten Anforderungen an das Wohnen im Alter zeigen deutlich, dass die Befragten darauf vertrauen, dass ihre Erwartungen in den städtischen Altersheimen realisierbar sind.
Wichtige Aspekte sind; Privatsphäre: sich jederzeit ins eigene Zimmer zurückziehen können; Wohnkomfort: ein eigenes Zimmer mit Bad oder Dusche haben; Selbstbestimmung: sein Zimmer selber einrichten und seine Aktivitäten selber wählen können; und Sicherheit: jederzeit Hilfe beanspruchen können, bis ans Lebensende bleiben können.

Die Weichen richtig gestellt

«Wir sind auf dem richtigen Weg: Sicherheit, Privatsphäre und soziale Kontakte sind zentrale Aspekte von Lebensqualität, die bei uns oberste Priorität geniessen», bestätigt Rosann Waldvogel, Direktorin der Altersheime Stadt Zürich. «Gleichzeitig haben wir wichtige Hinweise für die Weiterentwicklung der städtischen Altersheime erhalten.» Diese betreffen etwa die Notwendigkeit, die 25 Häuser mit Blick auf das Machbare zu modernisieren. Eine eigene Dusche sei längst kein Luxus mehr. 77 Prozent der Befragten würden sich eine neue Wohnmöglichkeit im gleichen Quartier suchen. «Auch das bestätigt die Richtigkeit unserer Quartierorientierung und die Wichtigkeit von Neubauprojekten wie Zürich-Nord», sagt Rosann Waldvogel.

Die Direktorin freut sich auch darüber, dass über 55 Prozent der befragten Personen – ab und zu oder sogar häufig – die Dienstleistungen der städtischen Altersheime in Anspruch nehmen. Hier gibt es noch Potenzial. Ältere Menschen im Quartier sollen künftig die Infrastrukturen und Dienstleistungen der Altersheime noch besser nutzen können. «Der neue Namen ‚Alterszentren Stadt Zürich‘ wird ab 1. Dezember dazu beitragen, dass die offenen, attraktiven Häuser mehr und mehr als solche wahrgenommen werden».



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