Bevölkerungsbefragung 2013: Zürich auch im Wandel sehr lebenswert

Bild: stadt-zuerich.ch

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Zürichs Bevölkerung wächst, und damit verbunden ist eine starke Bautätigkeit und Verdichtung. Aber auch angesichts dieser Veränderungen hat die Stadt im Urteil ihrer Bevölkerung nichts an Attraktivität eingebüsst: Die Befragten schätzen die Lebensqualität unverändert hoch ein, und praktisch alle leben gerne in der Stadt. Die Bevölkerungsbefragung 2013 thematisiert speziell die Qualität und Nutzung der gebäude- und siedlungsbezogenen Aussenräume. Die Einschätzungen der Bevölkerung dazu sind in allen Quartieren positiv.


 

97 Prozent der Befragten wohnen sehr gerne oder gerne in der Stadt Zürich, und die
Lebensqualität wird mit einem Notenschnitt von über 5 (auf einer 6er-Notenskala) etwa gleich gut eingeschätzt wie in den Bevölkerungsbefragungen 2009 und 2011. Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ist hoch und hat sich noch leicht erhöht: 80 Prozent der Befragten fühlen sich eher oder sehr sicher, wenn sie nachts alleine im Quartier unterwegs sind.

Die Zufriedenheit mit den Lebensbedingungen und Einrichtungen ist anhaltend hoch: Die höchsten Zufriedenheitswerte erhalten die öffentlichen Verkehrsmittel (Note 5.4), gefolgt von den Möglichkeiten zum Ausgehen, den Kulturangeboten sowie den Bildungs- und Weiterbildungsangeboten (jeweils Note 5.2). Das Wohnungsangebot (Note 3.1) wird dagegen weiterhin als ungenügend beurteilt.

Die Einschätzungen zu den dringlichsten Problemen haben sich seit 2011 kaum verändert. Der Verkehr erscheint noch deutlicher als grösste Sorge (57 % der Befragten nennen ihn als grosses Problem), gefolgt vom Wohnungsproblem (30 %). Baustellen scheinen aktuell nicht mehr so stark im Fokus zu sein wie noch vor zwei Jahren (11 %, minus 6 %), dafür hat das Thema Kriminalität wieder einen leicht höheren Wert (13 %, plus 3 %).

Qualität und Nutzung des gebäude- und

siedlungsbezogenen Aussenraums
Knapp zwei Drittel der Befragten halten den gebäude- und siedlungsbezogenen Aussenraum für so gestaltet, dass er vielfältig und gut nutzbar ist, und knapp 90 Prozent erleben ihn als konfliktfreie Zone. Für rund die Hälfte der Befragten ist dieser Aussenraum ein Ort, an dem sich die Nachbarschaft gerne und auch zufällig trifft. Bei einem Drittel der Befragten hat es im gebäude- und siedlungsbezogenen Aussenraum in den letzten zwei bis drei Jahren bauliche oder gestalterische Veränderungen gegeben. In fast der Hälfte dieser Fälle, hat sich die Situation aus Sicht der Befragten verbessert.

Wohnen in der Stadt Zürich

Bei den Mietpreisen kann eine Verlagerung hin zu höheren Mieten festgestellt werden. Die Zufriedenheit mit der persönlichen Wohnsituation ist unter den Befragten aber nach wie vor hoch. Die Mehrheit hält den Mietzins, den sie bezahlt, für adäquat und bewertet ihn auch als der Wohnung angemessen. Rund ein Viertel erachtet den Mietzins als hoch. 80 Prozent der Befragten sind mit ihrer Wohnung generell zufrieden (Noten 5 und 6 auf einer 6er-Noten-skala). Unverändert hoch ist auch die Zufriedenheit mit der Wohnumgebung: Über vier Fünftel der Befragten sind damit zufrieden bis sehr zufrieden.

Soziale und wirtschaftliche Situation der Befragten

Der Trend in Richtung höherer Bildung setzt sich fort. Dabei zeigt sich ein verändertes Geschlechterverhältnis zwischen den Generationen: Bei den heute Pensionierten bilden die Männer mit 37 Prozent noch einen deutlich grösseren Teil unter den Befragten mit einem Abschluss auf Tertiärstufe. Bei den jüngsten Befragten im Alter von 18–25 Jahren sind die Frauen bei den hohen Abschlüssen in der Mehrheit. Auch hinsichtlich der Erwerbstätigkeit setzt sich ein Trend fort: Es gibt unter den Befragten immer weniger Vollzeit- (aktuell 41 %) und immer mehr Teilzeiterwerbstätige (aktuell 20 %). Generell sind mehr Männer (67 %) erwerbstätig, und sie arbeiten mehrheitlich Vollzeit (56 %). Bei den Frauen halten sich die Anteile an Teilzeit- (28 %) und Vollzeiterwerbstätigkeit (27%) in etwa die Waage.

Die Beurteilung der eigenen aktuellen wirtschaftlichen Lage sowie jene der städtischen Wirtschaftslage fallen in der neusten Befragung praktisch gleich gut aus. Die aktuelle persönliche Lage wird besser beurteilt als in früheren Erhebungen. Prospektive Einschätzungen zur eigenen und zur wirtschaftlichen Lage der Stadt fallen dagegen verhaltener aus als in den vergangenen Jahren.

Beurteilung von Politik und Verwaltung

Die Befragten zeigen sich weiterhin mehrheitlich zufrieden mit den Anstrengungen der Stadt in den einzelnen Politikbereichen. Die breiteste Zustimmung erhalten die soziokulturellen Aktivitäten (79 % Zustimmung zum jetzigen Umfang an städtischen Massnahmen) und der Ausbau des öffentlichen Verkehrs (74 % Zustimmung). Am kontroversesten fallen die Stimmen aus zur Integration der ausländischen Bevölkerung sowie zur Verkehrsberuhigung.

Mit 62 Prozent ist eine klare Mehrheit der Befragten der Meinung, die Stadt sollte ihre Dienstleistungen im heutigen Ausmass aufrechterhalten. Entsprechend zufrieden sind die Zürcherinnen und Zürcher mit den Leistungen der für die Befragung ausgewählten Verwaltungsabteilungen: Die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ), ERZ Entsorgung + Recycling, Grün Stadt Zürich, die Stadtpolizei und das Tiefbauamt erhalten wie in den vergangenen Jahren hohe Zufriedenheitswerte. 78 Prozent der Befragten fühlen sich gut oder sehr gut durch Stadt- und Gemeinderat vertreten.

Verwendung der Ergebnisse

Die Erkenntnisse der mittlerweile achten Bevölkerungsbefragung geben dem Stadtrat, der Stadtverwaltung und der interessierten Öffentlichkeit aktuelle Informationen zu den Einschätzungen der Lebensbedingungen in der Stadt und dazu, wie gewisse Entwicklungen von der Bevölkerung bewertet werden. Sie sind ein wichtiger Orientierungsrahmen und fliessen in die Planung und in die Arbeit der Verwaltung ein.



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