Einsprache gegen neues Betriebsreglement Flughafen Zürich

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Der Stadtrat von Zürich erhebt Einsprache gegen das neue Betriebsreglement 2014 am Flughafen Zürich. Der Stadtrat bekräftigt mit dieser Einsprache erneut seine beiden Hauptforderungen: Erstens sollen möglichst wenige Menschen mit Lärm belastet werden und dieser Lärm soll so gering wie möglich gehalten werden, und zweitens soll es keine Südstarts geradeaus geben. Ein weiterer Anstieg der Lärmbelastung für die Stadt Zürich, insbesondere für die bereits heute stark lärmbelasteten Quartiere in Zürich-Nord, ist nicht akzeptabel.


Mit dem Betriebsreglement 2014 will die Flughafen Zürich AG ein geändertes Ostkonzept einführen. Nach Norden startende Flugzeuge mit östlicher Destination würden neu in einer erweiterten Linkskurve weiter südlich als bisher über das zentrale Zürcher Stadtgebiet fliegen. Damit würden die Stadtquartiere Höngg, Affoltern, Wipkingen, Unterstrass, Oberstrass, Fluntern und Schwamendingen zusätzlich belärmt. Wobei anzumerken ist, dass diese bereits heute teilweise einer erheblichen Lärmbelastung ausgesetzt sind. Über 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner zusätzlich würden während der sensiblen Nachtstunden in einer Höhe von – je nach Flugzeugtyp – nur 1300 bis 2000 Metern überflogen und Lärm von bis zu 70 dB(A) (Dezibel) ausgesetzt, was weit über der Aufwachgrenze (ungefähr 50 bis 60 dB(A)) liegt. Die Stadt Zürich bemängelt zudem, dass Südstarts geradeaus nach wie vor nicht vom Tisch sind. Das geänderte Ostkonzept berücksichtigt weder die Lärmschutzbedürfnisse der Bevölkerung der Stadt Zürich noch die Sicherheit der zusätzlich überflogenen dicht besiedelten Gebiete. Die neue Flugroute widerspricht auch dem umweltrechtlichen Vorsorgeprinzip. Dieses verlangt, dass Lärm begrenzt wird, soweit dies technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist. Die Begründung für die neue Route ist nicht nachvollziehbar. Der Sicherheitsbericht, der als Hauptargument für die neue Route angeführt wird, erweist sich in verschiedener Hinsicht als mangelhaft.

Sicherheit der überflogenen Gebiete

Im Gesuch für das neue Betriebsreglement fehlen wichtige Angaben. Die Lärm- und Sicherheitsauswirkungen der neuen Routenführung auf die betroffenen Gebiete sind aus den eingereichten Unterlagen zu wenig klar ersichtlich. Die Stadt Zürich verlangt in ihrer Einsprache, dass alternative Flugrouten geprüft werden, die weniger Personen in Mitleidenschaft ziehen.

Für einen verantwortungsvollen Flugbetrieb

Die Stadt Zürich anerkennt die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens für die Stadt und die ganze Schweiz. Sie setzt sich dafür ein, dass er sich möglichst nachhaltig weiterentwickeln kann und dass er die Bevölkerung möglichst wenig belastet. Die Stadt Zürich ist schon heute stark fluglärmbelastet, insbesondere durch Südanflüge und Starts nach Westen mit Linkskurve. Die Stadt Zürich wehrt sich deshalb dezidiert und klar dagegen, dass über 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner zusätzlichem gesundheitsschädigendem und lästigem Lärm ausgesetzt werden sollen.



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