Winterausverkauf dämpft Teuerung

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Der Zürcher Index der Konsumentenpreise ist im Januar 2014 gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gesunken und hat den Stand von 98,9 Punkten erreicht (Basis Dez-ember 2010 = 100). Innert Jahresfrist hingegen, also von Januar 2013 bis Januar 2014, stieg das Preisniveau um 0,2 Prozent.


 

Verantwortlich für den Rückgang des Zürcher Index der Konsumentenpreise im Januar wa-ren tiefere Preise für Kleider und Schuhe infolge des Winterausverkaufs. Der Index der Hauptgruppe Bekleidung und Schuhe sank im Vergleich zum Vormonat um 9,3 Prozent. Ohne diesen Preisrückgang im Bekleidungssektor wäre der Zürcher Index innert Monatsfrist nicht um 0,2 Prozent gesunken, sondern um 0,1 Prozent gestiegen.

Unter dem Stand des Vormonats lag auch der Index des Bereichs Sonstige Waren und Dienstleistungen (–1,3 %). Grund dafür waren günstigere Prämien für die private Kranken-versicherung. Weniger bezahlen musste man auch für Toilettenartikel. Aufschläge gab es hingegen bei den Prämien für die Hausrat- und Motorfahrzeugversicherung.

Das Preisniveau der Hauptgruppe Freizeit und Kultur sank im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent. Ursache dafür waren tiefere Preise für Pauschalreisen, insbesondere für Badereisen, Fernseh- und Audio-Video-Geräte sowie für Wintersportartikel wie Ski- und Snow-board-Schuhe.

Im Bereich Hausrat und laufende Haushaltsführung sank der Index innert Monatsfrist um 0,2 Prozent. Verantwortlich dafür waren tiefere (Ausverkaufs-)Preise für Einrichtungszubehör wie Spiegel oder Lampen sowie für Möbel. Günstiger wurden zudem elektrische Haushaltsgeräte wie Raclettegrills und Luftbefeuchter. Mehr bezahlen musste man indes für Artikel wie Batterien, Glühlampen und Leuchtstoffröhren sowie für grosse elektrische Haushaltsgeräte.

Günstigere Handys hatten in der Hauptgruppe Nachrichtenübermittlung einen Rückgang des Preisniveaus innert Monatsfrist um 0,1 Prozent zur Folge.

Im Bereich Restaurants und Hotels stieg der Index im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Prozent. Verantwortlich dafür waren höhere Preise für Hotelübernachtungen. Teurer wurden zudem Mahlzeiten in Personalrestaurants.

Das Preisniveau der Hauptgruppe Alkoholische Getränke und Tabak stieg gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent. Nach Aktionen in der Vorperiode zogen die Preise für ausländi-schen Rotwein und für Schaumwein wieder an.

Der Index des Bereichs Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent. Teurer wurden Gemüse wie Tomaten, Nüsslisalat oder Broccoli, Teigwaren, Geflügel, frische Fische, Glacé, Fleischwaren und zubereitetes Fleisch sowie Schokolade. Günstiger wurden Wurstwaren wie Wienerli oder Kalbsbratwürste, Beutelsuppen und Bouillon, Fruchtsäfte sowie Wurzelgemüse wie Karotten oder Kohlrabi.

Höhere Heizölpreise (+2,3 %; Stichtage: 3. und 15. Januar) und Stromtarife führten in der Hauptgruppe Wohnen und Energie zu einem Indexanstieg gegenüber dem Vormonat von 0,2 Prozent.

Das Preisniveau des Bereichs Gesundheitspflege stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent. Mehr bezahlen musste man für Pflegeleistungen der Spitex und für medizinische Geräte wie Brillen. Im Gegensatz dazu gaben die Preise für Medikamente etwas nach.

Ebenfalls um 0,1 Prozent stieg innert Monatsfrist der Index der Hauptgruppe Verkehr. Grund dafür waren höhere Preise für Autos auf dem Occasionsmarkt. Teurer wurden auch Service- und Reparaturarbeiten sowie die Gebühren fürs Parkieren. Günstiger hingegen wurden Treibstoffe (Benzin: –0,7 %, Diesel: –0,1 %; Stichtage: 3. und 15. Januar), Linienflüge und neue Autos.

In Bereich Erziehung und Unterricht wurden im Berichtsmonat keine Preise erhoben.

Preisentwicklung bei Inland- und Importgütern

Das Preisniveau der Inlandgüter stieg im Januar gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, jenes der Importgüter hingegen sank um 1,3 Prozent – insbesondere der günstigeren Kleider und Schuhe wegen.

Innert Jahresfrist stiegen die Preise für einheimische Güter um durchschnittlich 0,6 Prozent, während jene für Importgüter um 1,1 Prozent sanken.

Neugewichtung des Warenkorbes

Die Positionen des Zürcher Index der Konsumentenpreise werden jedes Jahr neu gewichtet und so den sich verändernden Konsumgewohnheiten angepasst. Grundlage für die Gewichtung bildet die vom Bundesamt für Statistik jährlich durchgeführte Haushaltsbudgeterhebung (HABE). Bei rund 3300 aus dem Register der Telefonanschlüsse zufällig ausgewählten Pri-vathaushalten werden die Haushaltsausgaben detailliert erhoben und zu einer durchschnittlichen Ausgabenstruktur hochgerechnet. Ausgehend von dieser Ausgabenverteilung werden anschliessend die einzelnen Indexpositionen des Warenkorbs gewichtet. Die Warenkorbgewichte für das Jahr 2014 basieren auf der HABE 2012.

Da der Anteil der Mietzinse an den Haushaltsausgaben in der Stadt Zürich grösser ist als im Landesdurchschnitt, sind die Wohnungsmieten im Zürcher Index mit einem Gewichtsanteil von 20,3 Prozent stärker gewichtet als im Landesindex der Konsumentenpreise (18,0%).

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