Ausbau der Fernwärme als Schlüsselprojekt der Energieplanung

Bild: Stadt Zürich

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Am 23. September 2018 entscheiden die städtischen Stimmberechtigten über einen Objektkredit von 235 Millionen Franken für den Bau einer Fernwärme-Verbindungsleitung.


Diese soll es ermöglichen, die Fernwärmeversorgung auch nach der Schliessung des Werks Josefstrasse aufrechtzuerhalten und das Fernwärmenetz zu erweitern.

 

Der Hauptbahnhof Zürich einschliesslich seiner Läden und seiner unterirdischen Infrastruktur ist nur ein Beispiel für Bauten in und um Zürich, die mit der Verbrennungswärme von Abfall geheizt werden. Auch die Neubaugebiete Europaallee und Glattpark beziehen ihre Wärme nicht aus lokalen Ölheizungen, sondern «aus der Ferne», nämlich aus den beiden Kehrichtheizkraftwerken Josefstrasse und Hagenholz. Fernwärme ist erneuerbare und umweltfreundliche Energie.

Fernwärme im Westen Zürichs auch nach Abriss des Werks Josefstrasse

Das Werk Josefstrasse, das den Westen Zürichs mit Fernwärme versorgt, hat das Ende seiner Betriebsdauer erreicht und ist nicht mehr in der Abfallplanung des Kantons Zürich enthalten. Es wird deshalb voraussichtlich 2021 stillgelegt und zu einem grossen Teil abgerissen. Die Stadt Zürich ist verpflichtet, die Fernwärmeversorgung im Westen Zürichs auch nach der Schliessung der Josefstrasse aufrechtzuerhalten. ERZ Entsorgung + Recycling plant dafür eine Verbindungsleitung vom Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz in den Westen der Stadt.

Ausbau des Fernwärme-Netzes

«Die Verbindungsleitung ermöglicht aber mehr als nur die Aufrechterhaltung des Bestehenden», erklärte Markus Grünenfelder, Mitglied der Geschäftsleitung ERZ an einer Medienkonferenz. «Ausgehend von der neuen Leitung werden wir weitere Stadtteile an die Fernwärme anschliessen können». Es geht namentlich um Gebiete in Wipkingen, Unterstrass, Aussersihl und Sihlquai.

Beitrag an 2000-Watt-Gesellschaft

Wie der zuständige Stadtrat Richard Wolff betonte, sei diese Erweiterung des Fernwärmenetzes «ein Meilenstein, um die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen». Dies bestätigte der stellvertretende Energiebeauftragte der Stadt Zürich, Felix Schmid: «Der Ausbau der Fernwärme ist für die Energieplanung der Stadt ein Schlüsselprojekt. Mit der Abwärme aus der Kehrichtverbrennung können wir Hunderte von Öl- und Gasheizungen ersetzen».

Vorgehen

Die neue Leitung wird fast vollständig unterirdisch mit einer Tunnelbohrmaschine gebaut. An vier Stellen in der Stadt braucht die Maschine einen Zugangsschacht. Dadurch entstehen dort für zwei Jahre lokale Baustellen. Für das Projekt beantragt der Stadtrat einen Objektkredit von über 235 Millionen Franken. Der Gemeinderat hatte den Antrag am 4. April 2018 mit 97:21 Stimmen gutgeheissen. Die Stimmberechtigten entscheiden am kommenden 23. September. Der Baubeginn ist für 2019 geplant.



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Stichworte: Fernwärme, Verwaltung

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