Bauvorhaben der Stadt Zürich 2020

Bild Stadt Zürich: Weniger versiegelte Flächen, mehr Bäume am Max-Bill-Platz

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Das Tiefbauamt der Stadt Zürich setzt im Jahr 2020 über 100 Bauprojekte um. Amtsdirektorin Simone Rangosch hat das Bauprogramm des Tiefbauamts vorgestellt. Stadtrat Richard Wolff zeigte Möglichkeiten auf für eine nachhaltige Mobilität sowie Anpassungen des öffentlichen Raums in Zeiten der Klimaerwärmung.


Im Jahr 2020 setzt das Tiefbauamt der Stadt Zürich insgesamt 107 Bauprojekte um. Einschliesslich der Vorhaben, die sich erst in Planung befinden, bearbeitet das Tiefbauamt im diesem Jahr gut 500 Projekte. Die Anzahl Bauprojekte und der finanzielle Aufwand bewegen sich etwas unter dem langjährigen Mittel. Infolge des verstärkten Fokus auf Klimafragen werden Infrastrukturprojekte angepasst. Neben Verbesserungen für den Fuss- und Veloverkehr haben Massnahmen zur Hitzeminderung und zur CO2-Reduktion ein besonderes Gewicht.   
 

Platz schaffen für Bäume

Als Beispiel für eine Verbesserung des öffentlichen Raums hinsichtlich des Klimas und der Aufenthaltsqualität nannte Stadtrat Richard Wolff den zentralen Platz von Neu-Oerlikon, den Max-Bill-Platz. Hier wurden 25 zusätzliche Bäume gepflanzt, sechs Sitzbänke entlang des Platzes aufgestellt und die Kiesfläche durch eine Wiese ersetzt.

Auch in den nächsten Jahren will der Tiefbauvorsteher den Grünanteil durch die Pflanzung von Bäumen und Sträuchern erhöhen: «Die Stadt benötigt mehr entsiegelte Oberflächen, Gestaltung mit Grün und Wasser und generell eine hohe Aufenthaltsqualität. Das betrifft nicht nur Strassen, sondern auch Wege und Plätze. Daran arbeiten wir».
 

Verbesserungen für den Fuss- und Veloverkehr

Der Fussverkehr in der Stadt Zürich ist ein Grundpfeiler der Mobilität, «beginnt und endet doch jeder Weg mit einem Fussweg», betonte Stadtrat Wolff, «zur Förderung des Fussverkehrs arbeiten wir an der Aufwertung von Strassen- und Stadträumen. Denn wenn diese einladend sind, gehen die Menschen gerne und oft zu Fuss». So sanierte das Tiefbauamt im Jahr 2019 beispielsweise den Marktplatz Oerlikon und gestaltete die Personenunterführung beim Bahnhof Wollishofen hindernisfrei aus.    

Im Rahmen der Jahresmedienkonferenz zeigte Stadtrat Wolff bereits umgesetzte sowie geplante Verbesserungen für den Veloverkehr auf. So wurde zum Beispiel die Zugänglichkeit von Bahnhöfen verbessert. Am Bahnhof Oerlikon stehen zusätzliche Doppelstock-Veloabstellanlagen mit 132 Abstellplätzen kostenlos zur Verfügung, beim Bahnhof Wiedikon wurden weitere öffentliche Gratis-Veloabstellplätze mit Witterungsschutz erstellt.

2020 wird etwa der Marie-Heim-Vögtlin-Weg im Kreis 3 zwischen den Haltestellen «Triemli» und «Schweighof» für Velofahrende geöffnet und dadurch der Biketrail vom Uetliberg zum Triemli mit der Stadt verbunden werden. Der Umbau beginnt Mitte Februar und ist voraussichtlich Mitte Jahr abgeschlossen.

Zudem werden vermehrt einfache, aber wirkungsvolle Massnahmen wie die Markierung von Velostreifen oder velogerechte Lichtsignalsteuerungen getroffen, damit das Velofahren in der Stadt Zürich angenehmer und sicherer wird. Um Velomassnahmen schneller und ausserhalb von Bauprojekten umzusetzen, wird das «Express-Team» verstärkt, in dem Fachpersonen des Tiefbauamts und der Dienstabteilung Verkehr zusammenarbeiten. Zusätzlich sprach der Gemeinderat im Dezember 2019 sechs neue Stellen zur Förderung des Veloverkehrs.
 

Parkplatzstrategie: Potenzial ausschöpfen

Seit 1976 sieht das Planungs- und Baugesetz des Kantons Zürich vor, dass Parkplätze bei Liegenschaften auf privatem Grund erstellt werden. Gemäss der darauf basierenden Parkplatzverordnung der Stadt Zürich müssen für alle Neubauten Pflichtparkplätze erstellt werden. In der Folge nimmt der Bedarf an Parkplätzen im öffentlichen Strassenraum ab. Wenn aufgrund eines Ersatzneubaus neue private Pflichtparkplätze entstehen, können Blaue-Zone-Parkplätze kompensiert und abgebaut werden. Dies entspricht auch den städtischen Strategien zum Stadtraum und Stadtverkehr 2025. Die freiwerdenden Flächen werden für Veloinfrastruktur, breitere Trottoirs, Bachdurchlässe oder Pflanzung von Bäumen genutzt.
 

Baustellen 2020

Mit einem Überblick zu ausgesuchten Bauprojekten führte Simone Rangosch, Direktorin Tiefbauamt, durch den zweiten Teil der Veranstaltung und informierte unter anderem über den Neubau der Bederbrücke. Die Brücke im Kreis 2 wird bis 2022 etappenweise ersetzt und die Haltestelle «Bahnhof Enge/Bederstrasse» hindernisfrei ausgebaut. Auch die Haltestelle «Morgental» in der Albisstrasse in Wollishofen wird behindertengerecht gebaut und stadtauswärts zur einseitigen Kaphaltestelle ausgestaltet. Sie wird künftig in beide Richtungen von Bus- und Tramlinien bedient. Zudem wird im Projektperimeter Tempo 30 eingeführt. In der Manessestrasse erneuert das Tiefbauamt die Werkleitungen, gestaltet die Bushaltestellen hindernisfrei aus und errichtet 20 Veloabstellplätze. Neben der Markierung von beidseitigen Velostreifen in der Langstrassenunterführung informierte Direktorin Rangosch auch über die Erneuerung des Gleisdreiecks in der Universitätsstrasse und den behindertengerechten Ausbau der Haltestelle «ETH/Universitätsspital». Zudem wird die dazugehörige Haltestelleninsel vergrössert. Im Kreis 4 werden die Molkenstrasse und ein Abschnitt der Hohlstrasse als Begegnungszone mit Tempo 20 signalisiert und der Strassenraum fussgängerfreundlicher ausgestaltet. In der Ankerstrasse wird ein Velostreifen markiert. Im Projektperimeter werden 20 zusätzliche Bäume gepflanzt und die Anzahl Veloabstellplätze wird auf 84 verdoppelt. In der Emil-Klöti-Strasse/Tièchestrasse werden die Haltestellen «Waidspital» und «Pflegezentrum Käferberg» hindernisfrei ausgebaut und für den Einsatz von Doppelgelenkbussen verlängert. Die Aufenthaltsqualität auf dem Vorplatz des Stadtspitals Waid kann durch die Neugestaltung mit zusätzlichen Bäumen und der Errichtung von Rundbänken an einem Teil der Bäume gesteigert werden.

 



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